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Altarbild
Nur ein
einziges Gemälde ziert
die Zeuterner St.
Martinskirche - das
monumentale
Abschlussbild an der
gesamten Chorwand. Es
soll uns die
Geschehnisse in der hl.
Messe und beim Lobpreis
Gottes verdeutlichen und
näher bringen.

Geschaffen ist das
Werk von dem Künstler
Franz Dewald aus
Grötzingen, gemalt auf
selbst zusammengesetztem
nassen Freskoputz. Die
dargestellten Figuren,
Zeichen und Symbole sind
überwiegend rein
sinnbildlicher Art, wie
wir es wohl aus
frühbyzantinischen
Zeiten und aus der
romanischen
Kirchenbaukunst kennen.
Was will uns
dieses Bild sagen?
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Beginnen wir an der
linken unteren Ecke
(aus der Sicht des
Betrachters). Die
Symbole zeigen uns
den Stammbaum der
Menschheit, d.h.
Menschen
aneinandergereiht in
einer Endlosreihe.
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Unten rechts
erkennen wir eine
große, im Verhältnis
zum Bild
überdimensionale
Kirche. Sie soll
jedoch die Kirche
nicht als Gebäude,
sondern als die
allumfassende
Gemeinschaft der
Christen, also die
Weltkirche mit ihren
Gläubigen
darstellen.
Was innerhalb dieser
angedeuteten Kirche
wie steinerne Tafeln
oder Säulen
aussieht, sind die
zwölf Apostel. Sie
sind der Ursprung,
die Grundsäulen der
christlichen
Religion. Mit ihnen
hat Christus seine
Kirche gegründet,
durch sie hat er den
Glauben und die
Wahrheiten der
Evangelien
weitergegeben.
Wohin und an wen?
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Zwischen den zuvor
beschriebenen Symbolen -
Menschheit links und
Kirche rechts - sehen
wir in der Mitte zwei
große Dreiecke, die als
Pfeile aufeinander
zugehen. Links die
Menschheit auf der Suche
nach Wahrheit, nach
Zukunft, nach dem Sinn
des Lebens, bewegt sich
auf die Kirche zu.
Rechts die Kirche geht
auf die Menschen zu und
versucht, ihre Fragen zu
beantworten und
Unwissenheiten
aufzuklären. Menschen
und Religion gehen also
aufeinander zu.

Und was ist die
Antwort der Menschheit?
Dieselbe, die auch
heute noch Geltung hat,
nämlich die Weitergabe
dessen, was die Apostel
verkündet und uns
hinterlassen haben.
Die ganzen Inhalte der
Evangelien hier auf
wenigen m2
darzustellen, ist nicht
möglich. Deshalb wird
hier lediglich der
Schwerpunkt, der
Höhepunkt, die
Hauptaussage der
Evangelien aufgezeigt,
dargestellt in der
Bildmitte im Blickfang
der Chorwand.
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Karfreitag,
dargestellt mit
Dornenkrone (die
vielen kleinen
Dreiecke) und dem
durchbohrten Herzen,
also die
Leidenswoche, die
Karwoche, die
notwendig war für
den nachfolgenden
Höhepunkt:
Ostern -
Auferstehung!
- Ohne Karfreitag kein Ostersonntag
- Ohne Karfreitag keine Auferstehung.
Nur die Auferstehung
hat unserem Leben
Sinn und Mut und
Zukunft gegeben und
dadurch sehen wir
Licht im Dunkeln.
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Im Kreis innerhalb
der Dornenkrone ist
das Pfingstfest mit
den Zungen
dargestellt -
Pfingsten, das
eigentliche
Geburtsfest der
Kirche.
Diese christliche Lehre
an die Menschen haben
wir insbesondere vier
Männern zu verdanken,
den vier Evangelisten
Matthäus, Markus, Lukas,
Johannes, dargestellt
über dem Symbol der
Karwoche.

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Und
wiederum gehen
Pfeile, Strahlen,
vom Symbol der
Karwoche zu dem hin,
der oben links als
Pantokrator, als
Weltbeherrscher, als
Christus, der König,
thront und regiert. |
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Rechts oben die
Engel im Himmel,
dargestellt mit
sieben an der Zahl,
der Zahl sieben
begegnen wir in der
Bibel ja häufig. Die
Engel verkörpern all
die himmlischen
Geister, die uns
einmal am Zielort
erwarten, falls der
Weltenrichter uns
diesen Ort zuweisen
wird. |
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Pius Kunz |